Aqua und mehr e.V. | Gemeinsam sicher im Wasser
Schutz vor sexualisierter Gewalt
Unser Verein soll ein Ort sein, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Freude schwimmen, trainieren und Gemeinschaft erleben können – sicher, respektvoll und ohne Angst.
Sexualisierte Gewalt, sexuelle Belästigung und Grenzverletzungen haben bei Aqua und mehr e.V. keinen Platz.
Wir übernehmen Verantwortung.
Wir schauen hin.
Wir hören zu.
Und wir handeln.

Deine Grenzen zählen.
Wenn du selbst etwas erlebt hast, dir Sorgen um jemanden machst oder eine Situation beobachtet hast, findest du auf dieser Website Informationen, Ansprechpartner*innen und Möglichkeiten, Unterstützung zu bekommen.
Du suchst Hilfe?
Ich brauche Hilfe
Du hast selbst etwas erlebt oder fühlst dich im Verein unwohl?
→ Zu den Ansprechpartner*innenIch mache mir Sorgen
Du hast etwas beobachtet und weißt nicht, wie du damit umgehen sollst?
→ Was du tun kannstIch möchte mich informieren
Du möchtest wissen, was sexualisierte Gewalt ist und wie Aqua und mehr e.V. schützt?
→ Unsere Schutzmaßnahmen
1. Was ist sexualisierte Gewalt?
Sexualisierte Gewalt beginnt dort, wo persönliche Grenzen verletzt werden und Sexualität oder sexualisierte Handlungen eingesetzt werden, um Macht auszuüben, jemanden einzuschüchtern, zu kontrollieren oder auszunutzen.
Sexualisierte Gewalt kann sehr unterschiedliche Formen annehmen. Sie muss nicht immer körperlich sein und ist nicht immer sofort eindeutig erkennbar.
Dazu können beispielsweise gehören:
- unerwünschte oder unangemessene Berührungen
- sexualisierte Kommentare, Witze oder Bemerkungen
- Fragen oder Gespräche über den Körper oder die Sexualität, die unangemessen sind
- das Zeigen oder Verschicken sexualisierter Bilder oder Videos
- sexualisierte Nachrichten über Messenger oder soziale Medien
- das Überschreiten persönlicher Grenzen
- Druck, Drohungen oder Erpressung mit sexuellem Bezug
- das Ausnutzen von Vertrauen, Abhängigkeit oder einer Machtposition
- sexuelle Handlungen gegen den Willen einer Person
- das Auffordern zu sexuellen Handlungen oder zur Herstellung sexualisierter Bilder
- das Erzwingen oder Einfordern von Geheimnissen
Wichtig zu wissen – Nicht jede Grenzverletzung ist automatisch sexualisierte Gewalt.
Trotzdem gilt:
Wenn sich eine Person mit einer Situation unwohl fühlt oder ihre Grenzen verletzt wurden, ist es wichtig, dies ernst zu nehmen.
Betroffene müssen selbst nicht beurteilen können, ob etwas „schlimm genug“ ist.
Sie dürfen sich Hilfe holen.
2. Sexualisierte Gewalt im Schwimmsport
Schwimmen ist ein Sport, bei dem körperliche Nähe und besondere Situationen zum Trainingsalltag gehören können.
Dazu zählen beispielsweise Hilfestellungen im Wasser, technische Korrekturen, Umkleiden, Duschen. Gerade deshalb braucht es klare Regeln.
Körperkontakt
Körperkontakt kann im Sport notwendig sein. Er muss jedoch immer einen nachvollziehbaren sportlichen oder pädagogischen Grund haben.
Er muss angemessen sein und die persönlichen Grenzen der betroffenen Person respektieren.
Umkleiden und Duschen
Umkleide- und Duschbereiche sind besonders geschützte Bereiche.
Die Privatsphäre aller Sportler*innen ist zu achten. Erwachsene müssen dabei besondere Verantwortung übernehmen.
Einzelkontakte
Situationen, in denen Erwachsene und Minderjährige allein miteinander sind, sollen möglichst vermieden beziehungsweise transparent gestaltet werden.
Kommunikation
Die Kommunikation zwischen Trainerinnen, Betreuerinnen und Kindern bzw. Jugendlichen soll sich am sportlichen und pädagogischen Auftrag orientieren.
Private, intime oder sexualisierte Kommunikation hat im Vereinskontext keinen Platz.
3. Unsere Haltung
Wir übernehmen Verantwortung
Aqua und mehr e.V. versteht den Schutz von Kindern und Jugendlichen als gemeinsame Verantwortung.
Wir wollen nicht erst handeln, wenn etwas passiert ist.
Prävention bedeutet für uns, Risiken frühzeitig zu erkennen, klare Regeln zu schaffen und eine Vereinskultur zu fördern, in der Grenzverletzungen angesprochen werden können.
Unsere Grundsätze
Wir respektieren persönliche Grenzen.
Jede Person hat das Recht, über den eigenen Körper und die eigene persönliche Nähe selbst zu bestimmen.
Wir nehmen Gefühle ernst.
Ein ungutes Gefühl kann ein wichtiger Hinweis sein. Sorgen und Beobachtungen dürfen angesprochen werden.
Wir schaffen Transparenz.
Sportliche und pädagogische Beziehungen sollen nachvollziehbar und professionell gestaltet werden.
Wir schauen hin.
Wir wollen nicht wegsehen, wenn etwas ungewöhnlich, unangemessen oder grenzüberschreitend erscheint.
Wir handeln.
Hinweise und Beschwerden werden ernst genommen und nach unseren festgelegten Verfahren bearbeitet.
Wir schützen Betroffene.
Der Schutz und das Wohlergehen betroffener Personen stehen im Mittelpunkt.
4. Unsere Schutzregeln
Für alle Personen, die bei Aqua und mehr e.V. mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder Verantwortung übernehmen, gelten verbindliche Regeln.
Nähe und Distanz
Körperliche Nähe muss angemessen sein und einen nachvollziehbaren Grund haben. Ein „Nein“, Zurückweichen oder sichtbares Unwohlsein wird respektiert.
Sprache und Umgang
Wir sprechen respektvoll miteinander. Sexualisierte Kommentare, Witze, Beleidigungen oder Bemerkungen über Körper und Sexualität sind nicht akzeptabel.
Digitale Kommunikation
Digitale Kommunikation zwischen Erwachsenen und Minderjährigen erfolgt grundsätzlich transparent und im Zusammenhang mit dem Vereins- beziehungsweise Trainingsbetrieb. Private oder sexualisierte Kommunikation ist nicht zulässig.
Geschenke und Geheimnisse
Persönliche Geschenke oder besondere Zuwendungen dürfen nicht dazu führen, dass Abhängigkeiten oder exklusive Beziehungen entstehen.
Erwachsene fordern von Kindern und Jugendlichen keine Geheimnisse, insbesondere keine Geheimnisse über Berührungen, Treffen oder Kommunikation.
Umkleiden und Duschen
Die Privatsphäre von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird respektiert.
Einzelkontakte
Einzelkontakte werden möglichst transparent gestaltet. Wenn ein Vier-Augen-Gespräch erforderlich ist, soll dies unter Bedingungen stattfinden, die Schutz und Nachvollziehbarkeit gewährleisten.
Beschwerden
Jede Person darf eine Situation ansprechen, ohne Angst haben zu müssen, deshalb Nachteile zu erfahren.
5. Für Kinder und Jugendliche
Du darfst Nein sagen.
– Dein Körper gehört dir.
– Du entscheidest selbst, welche Berührungen sich für dich gut oder schlecht anfühlen.
– Du musst niemanden umarmen, küssen oder berühren, wenn du das nicht möchtest.
Auch im Training gilt:
Du darfst sagen, wenn dir etwas unangenehm ist.
Manchmal kann eine Berührung beim Sport notwendig sein. Auch dann soll dir erklärt werden, warum sie notwendig ist.
Wenn dir etwas komisch vorkommt
– Vielleicht sagt oder tut jemand etwas, bei dem du dich unwohl fühlst.
– Vielleicht möchte jemand, dass du etwas geheim hältst.
– Vielleicht schreibt dir jemand Nachrichten, die dir unangenehm sind.
– Vielleicht berührt dich jemand auf eine Weise, die du nicht möchtest.
– Vielleicht hast du einfach ein ungutes Gefühl.
Du darfst darüber sprechen.
Du musst nicht selbst herausfinden, ob etwas „wirklich“ sexualisierte Gewalt ist.
Du bist nicht schuld.
Wenn jemand deine Grenzen verletzt, bist nicht du dafür verantwortlich.
– Auch wenn du zuerst mitgemacht hast.
– Auch wenn du nicht „Nein“ gesagt hast.
– Auch wenn du Angst hattest.
– Auch wenn du später deine Meinung geändert hast.
Die Verantwortung für sexualisierte Gewalt liegt niemals bei der betroffenen Person.
Wem kannst du dich anvertrauen?
Du kannst mit einer Person sprechen, der du vertraust.
Das kann zum Beispiel sein:
– ein Elternteil
– eine Trainerin oder ein Trainer
– eine Vertrauensperson im Verein
– eine Lehrkraft
eine andere erwachsene Person, bei der du dich sicher fühlst
Du kannst dich auch direkt an unsere Ansprechpersonen wenden.
Du musst das nicht allein schaffen.
6. Für Eltern
Gemeinsam schützen
Eltern sind wichtige Vertrauenspersonen für Kinder und Jugendliche.
Gleichzeitig kann es schwierig sein, Veränderungen oder Situationen richtig einzuschätzen.
– Vielleicht erzählt ein Kind plötzlich weniger vom Training.
– Vielleicht möchte es nicht mehr zum Schwimmen.
– Vielleicht wirkt es ängstlich, zieht sich zurück oder verhält sich anders als sonst.
Solche Veränderungen können viele Ursachen haben. Sie sind für sich allein kein Beweis für sexualisierte Gewalt.
Sie können aber ein Anlass sein, aufmerksam zu sein und das Gespräch anzubieten.
Wie können Eltern unterstützen?
Hören Sie Ihrem Kind zu. Bleiben Sie möglichst ruhig.
Vermitteln Sie:
– „Ich glaube dir.“
– „Du darfst mir alles erzählen.“
– „Du bist nicht schuld.“
– „Du hast nichts falsch gemacht, weil du darüber sprichst.“
Vermeiden Sie Druck.
Ein Kind muss nicht sofort alles erzählen können oder wollen.
Wenn Ihr Kind von einer Situation erzählt
– Nehmen Sie die Aussage ernst.
– Versuchen Sie nicht, das Kind durch viele Fragen zu einer bestimmten Aussage zu bringen.
– Stellen Sie möglichst offene Fragen und lassen Sie dem Kind Zeit.
– Bei einem konkreten Verdacht sollte fachliche Beratung hinzugezogen werden.
– Sie müssen eine Situation nicht allein beurteilen.
Sie haben Fragen oder Zweifel?
Auch wenn Sie unsicher sind, können Sie sich beraten lassen.
Sie müssen nicht erst sicher wissen, dass sexualisierte Gewalt stattgefunden hat.
Fragen sind erlaubt. Beratung ist möglich.
7. Für Trainer/innen und Übungsleiter
Verantwortung im Training
Wer Kinder und Jugendliche trainiert oder betreut, hat eine besondere Verantwortung.
Trainer*innen sind Vertrauenspersonen und besitzen gegenüber Kindern und Jugendlichen eine Autoritätsposition.
Professionelles Verhalten, klare Grenzen und transparente Strukturen sind deshalb besonders wichtig.
Was bedeutet das konkret?
– Achten Sie auf ein angemessenes Verhältnis von Nähe und Distanz.
– Erklären Sie körperliche Hilfestellungen möglichst vorher.
– Respektieren Sie Widerstand und Unwohlsein.
– Vermeiden Sie unnötige Situationen, in denen Sie mit einem Kind oder Jugendlichen allein sind.
– Gestalten Sie digitale Kommunikation transparent und sachbezogen.
– Vermeiden Sie private oder intime Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen.
– Nehmen Sie Hinweise und Beobachtungen ernst.
Wenn Sie unsicher sind
Sie müssen einen Verdacht nicht selbst aufklären. Sie müssen auch keine eigene Untersuchung durchführen.
Wenn Ihnen eine Situation auffällt oder ein Kind beziehungsweise Jugendlicher Ihnen etwas erzählt, wenden Sie sich an die dafür benannte Ansprechperson und orientieren Sie sich am Interventionsplan des Vereins.
Beobachten, ernst nehmen, dokumentieren und fachlich beraten lassen – nicht selbst ermitteln.
8. Ich habe etwas beobachtet
Was kann ich tun?
Vielleicht haben Sie eine Situation beobachtet, die Ihnen ungewöhnlich oder unangemessen vorkommt.
Vielleicht hat Ihnen ein Kind etwas erzählt.
Vielleicht haben Sie Nachrichten gesehen oder von einem Vorfall erfahren.
Sie müssen nicht selbst entscheiden, ob es sich um sexualisierte Gewalt handelt.
Nehmen Sie Ihre Beobachtung ernst.
Notieren Sie, wenn möglich, sachlich:
- Was ist passiert?
- Wann und wo ist es passiert?
- Wer war beteiligt?
- Was haben Sie selbst beobachtet?
- Was wurde Ihnen von wem erzählt?
Trennen Sie dabei zwischen eigenen Beobachtungen und Vermutungen.
Wichtig
Versuchen Sie nicht, eine möglicherweise beschuldigte Person selbst zur Rede zu stellen. Führen Sie keine eigenen Ermittlungen durch.
Befragen Sie ein betroffenes Kind nicht wiederholt oder drängen Sie es zu einer Aussage. Wenden Sie sich stattdessen an die zuständige Ansprechperson oder eine Fachberatungsstelle.
Es ist besser, eine Situation anzusprechen, als aus Unsicherheit wegzusehen.
9. Wenn du selbst etwas erlebt hast
Du kannst dich an uns wenden.
– Vielleicht bist du dir nicht sicher, ob das, was passiert ist, sexualisierte Gewalt war.
– Vielleicht ist es schon lange her.
– Vielleicht hast du Angst, dass dir niemand glaubt.
– Vielleicht möchtest du zunächst nur mit jemandem sprechen.
Du darfst dich trotzdem melden.
Du bestimmst selbst, was du erzählen möchtest. Unsere Ansprechpersonen hören zu und besprechen mit dir, welche Möglichkeiten es gibt.
Du musst nicht sofort eine Entscheidung treffen.
Wichtig
Wir versprechen keine Geheimhaltung, die wir rechtlich oder zum Schutz einer Person nicht einhalten können.
Wir erklären dir beziehungsweise deinen Eltern oder Sorgeberechtigten – soweit dies im konkreten Fall möglich und sinnvoll ist –, welche nächsten Schritte möglich sind.
Der Schutz betroffener Kinder und Jugendlicher steht dabei an erster Stelle.
10. Ansprechpartner*innen
Wir sind für dich da.
Wenn du Fragen hast, dir etwas Sorgen macht oder du eine Situation ansprechen möchtest, kannst du dich an unsere Vertrauens- und Ansprechpersonen wenden.
Ansprechperson für Prävention und Schutz
Ansprechperson für Kinder und Jugendliche
Katrin Nicodemus: nicodemus@gmx.de
Anja Rimmbach: anja_rimmbach@gmx.de
Du möchtest lieber mit einer externen Stelle sprechen?
Das ist selbstverständlich möglich. Du musst dich nicht an eine Person aus dem Verein wenden.
Auf dieser Seite findest du deshalb auch unabhängige Beratungsangebote.
11. Externe Beratung und Hilfe
Du möchtest mit jemandem außerhalb des Vereins sprechen?
Das kannst du jederzeit tun. Externe Fachberatungsstellen können unabhängig vom Verein beraten und gemeinsam mit dir überlegen, welche nächsten Schritte sinnvoll sein können.
Hier werden nach Prüfung und Freigabe die für den Verein beziehungsweise die Region passenden Angebote aufgeführt:
Fachberatungsstelle | Wildwasser Duisburg e.V.
0203-343016
Lutherstrasse 36
47058 Duisburg
Beratung für Kinder und Jugendliche | Nummer gegen Kummer
116 111 (kostenlos)
Beratung für Eltern und Angehörige | Kinderschutzbund OV Duisburg e.V.
Adlerstrasse 57 47055 Duisburg 0203-735513
fachberatungsstelle@kinderschutzbund-duisburg.de
Bei akuter Gefahr
Wenn eine Person unmittelbar gefährdet ist, sollte nicht auf eine reguläre Beratung gewartet werden.
Bei akuter Gefahr gilt: Sicherheit zuerst.
12. Unser Schutzkonzept
Schutz ist eine Aufgabe des gesamten Vereins.
Aqua und mehr e.V. möchte nicht nur reagieren, wenn ein Vorfall bekannt wird.
Unser Ziel ist eine Vereinskultur, in der Kinder und Jugendliche geschützt werden, Grenzen respektiert werden und Hinweise ernst genommen werden.
Unser Schutzkonzept beschreibt deshalb:
- wie Risiken im Vereinsalltag erkannt werden,
- welche Verhaltensregeln gelten,
- welche Verantwortlichkeiten bestehen,
- wie Mitarbeitende ausgewählt und sensibilisiert werden,
- welche Präventionsmaßnahmen durchgeführt werden,
- wie Beschwerden aufgenommen werden,
- wie bei Verdachtsfällen vorgegangen wird,
- welche externen Fachstellen einbezogen werden können,
- wie der Schutz der betroffenen Person sichergestellt wird.
Unser Schutzkonzept wird regelmäßig überprüft.
Schutzkonzepte müssen mit dem Verein und seinen Erfahrungen weiterentwickelt werden.
Deshalb überprüfen wir unsere Maßnahmen regelmäßig und passen sie an neue Erkenntnisse und Anforderungen an.
13. Beschwerden und Hinweise
Du möchtest etwas melden?
Eine Beschwerde oder ein Hinweis kann viele Gründe haben.
– Vielleicht hast du selbst eine Grenzverletzung erlebt.
– Vielleicht hast du etwas beobachtet.
– Vielleicht bist du unsicher, ob eine Situation angemessen war.
Du darfst dich melden.
Du musst nicht beweisen können, dass etwas passiert ist.
So kannst du Kontakt aufnehmen:
Persönlich:
Katrin Nicodemus mail: nicodemus@gmx.de
Anja Rimmbach mail: anja_rimmbach@gmx.de
Was passiert mit einem Hinweis?
Wir nehmen Hinweise ernst.
Die zuständigen Personen prüfen, welche weiteren Schritte erforderlich sind und welche fachliche Unterstützung hinzugezogen werden sollte.
Dabei werden die Interessen und der Schutz der betroffenen Person berücksichtigt. Eine möglicherweise beschuldigte Person wird nicht vorschnell verurteilt.
Gleichzeitig darf eine mögliche Gefährdung nicht ignoriert werden.
Wir handeln nach einem festgelegten Interventionsverfahren und holen bei Bedarf fachliche Unterstützung hinzu.
14. Prävention
Schutz beginnt vor dem ersten Vorfall.
Prävention bedeutet für uns, Bedingungen zu schaffen, unter denen Kinder und Jugendliche sicher Sport treiben können.
Dazu gehören:
Sensibilisierung
Trainerinnen, Betreuerinnen und weitere Verantwortliche werden für Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt sensibilisiert.
Klare Regeln
Unser Verhaltenskodex beschreibt, welches Verhalten wir erwarten und welche Grenzen gelten.
Qualifizierung
Personen mit Verantwortung für Kinder und Jugendliche sollen wissen, wie sie mit schwierigen Situationen umgehen können.
Beschwerdemöglichkeiten
Kinder und Jugendliche sollen wissen, an wen sie sich wenden können.
Transparenz
Strukturen und Verantwortlichkeiten werden nachvollziehbar gestaltet.
Beteiligung
Kinder und Jugendliche sollen ihre Bedürfnisse und Erfahrungen einbringen können.
Prävention funktioniert nur, wenn sie im Vereinsalltag gelebt wird.
15. Häufige Fragen
Muss ich sicher sein, dass sexualisierte Gewalt passiert ist?
Nein. Du kannst dich auch melden, wenn du unsicher bist oder eine Situation lediglich als unangemessen empfindest.
Muss ich Beweise haben?
Nein. Eine Beratung kann helfen, eine Situation einzuordnen und weitere Schritte zu überlegen.
Darf ich Nein sagen, wenn eine Berührung zum Training gehört?
Deine Grenzen müssen respektiert werden. Wenn eine sportliche Hilfestellung notwendig ist, sollte sie nachvollziehbar erklärt und angemessen durchgeführt werden.
Was mache ich, wenn mir ein Kind etwas erzählt?
Höre zu, bleibe ruhig und nimm die Aussage ernst. Vermeide suggestive Fragen und eigene Ermittlungen. Wende dich an die zuständige Ansprechperson und orientiere dich am Interventionsplan.
Was passiert, wenn ich eine Beschwerde einreiche?
Der Hinweis wird aufgenommen und anhand der geltenden Schutz- und Interventionsverfahren bearbeitet. Je nach Situation können interne und externe Fachpersonen hinzugezogen werden.
Kann ich mich an eine externe Stelle wenden?
Ja. Du musst dich nicht zuerst an den Verein wenden.
16. Downloads
Unsere Dokumente zum Herunterladen sind aktuell in der Überarbeitung und in Kürze verfügbar.
17. Kontakt
Fragen zum Schutzkonzept?
Wenn du Fragen zu Prävention, Schutz oder unserem Umgang mit Hinweisen hast, kannst du dich an uns wenden.
Aqua und mehr e.V.
info@aqua-und-mehr.de
Ansprechpartner*innen für Schutz und Prävention
Katrin Nicodemus Mail: nicodemus@gmx.de
Anja Rimmbach Mail: anja_rimmbach@gmx.de[Name]
Abschlussbereich
Gemeinsam sicher im Wasser.
Aqua und mehr e.V. steht für einen Sport, in dem Menschen mit Freude, Respekt und Sicherheit miteinander schwimmen und trainieren können.
Wir schauen hin.
Wir hören zu.
Wir handeln.
Deine Grenzen zählen.
kontakt@aqua-und-mehr.de